pro Dessau-Roßlau

August 2025

Startschuss für die BUGA in Dessau – Eine Stadt wird BUGA

Dessau steht am Anfang eines besonderen Kapitels seiner Stadtgeschichte: Der Startschuss für die Bundesgartenschau ist am 30. Juli 2025 mit der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages zur Bundesgartenschau 2035 gefallen. Damit beginnt ein Prozess, der weit über bunte Blumenbeete hinausgeht. „Eine Stadt wird BUGA“ – das ist nicht nur ein Motto, sondern ein Versprechen an alle Bürgerinnen und Bürger, dass diese BUGA nicht nur in Dessau stattfindet, sondern mit Dessau entsteht.

Die BUGA ist mehr als eine Ausstellung – sie ist ein gemeinsames Projekt. Sie soll neue grüne Räume schaffen und Perspektiven öffnen für nachhaltige Stadtentwicklung. Der Stadt stehen nun große Aufgaben bevor. Auch Kosten stehen an, was bei der Haushaltslage eine enorme Aufgabe zu sein scheint. Leider kursieren schon wieder Gerüchte, dass die BUGA verantwortlich ist für die schlechte Haushaltslage der Stadt. Das stimmt jedoch nicht. Ein Bruchteil wird die BUGA der Stadt jährlich kosten, wenn man den Anteil mit den Schulden des Klinikums vergleicht, welches die Haushaltslage der Stadt so verschärft hat. In Stadtentwicklung muss aber gerade jetzt investiert werden. Unsere Innenstadt ist in weiten Teilen unattraktiv. Gering sanierte DDR-Plattenbauten können kaum noch vermietet werden, Leerstand breitet sich aus. Zu viel Beton und zu wenig Grün heizen die Stadt auf, was derzeit deutlich spürbar wird. Dem muss durch Investitionen in die Stadt entgegengewirkt werden.

Mit der BUGA kann dies nun geschehen mit dem Vorteil, dass mit verhältnismäßig wenig Eigenmitteln der Stadt ein hoher Anteil an Fördermitteln genutzt werden kann. Die Stadtverwaltung steht in den Startlöchern. Aber nicht nur die Stadt als Institution kann loslegen. Viele Akteure sind gefragt: Engagierte Vereine, kreative Initiativen und vor allem Investoren. Letztere sollten nicht durch Resignation, Sparauflagen und Verbreitung von Fehlinformationen verunsichert werden. Durch die BUGA wird Dessau-Roßlau für Deutschland ins Rampenlicht gerückt. Wir sind Bauhausstadt, wir sind Dessau-Wörlitzer Gartenreich! Dessau hat Potential! So etwas finden auch Investoren attraktiv, um sich mit innovativen Projekten zu beteiligen. Holen wir sie nach Dessau! Werbung und Synergien könnten hier langgehegte Wünsche der Stadt in Erfüllung gehen lassen.

Wenn in Dessau-Roßlau neue nachhaltige Werte geschaffen werden, heißt das: Wohnquartiere werden aufgewertet, breite Magistralen an den Bedarf angepasst, Straßen begrünt, Flächen entsiegelt, … Die Innenstadt wird attraktiver, die Wohnqualität steigt, das Kleinklima in der Stadt wird ausgeglichener.

Mit der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages beginnt nun ein gemeinsamer Weg. Ein Weg, auf dem Dessau sein Potenzial zeigen kann, aufblühen und wachsen kann – nicht nur landschaftlich, sondern auch als lebendige, offene und einladende Stadt. Bürger, die sich aktiv beteiligen möchten, können sich im BUGA-Club um eine Mitgliedschaft bewerben.
Lassen Sie uns gemeinsam die BUGA zu einem Ereignis machen, das bleibt – in unseren Parks, in unseren Straßen, in unseren Herzen.

Die nächste Infoveranstaltung zur BUGA 2035 wird am 23.09.2025, 18:00 Uhr in der Marienkirche stattfinden.

Dr. Gerit Grünthal

Hort Zauberburg

Als Stadträtin und Mitglied des Ausschusses für Bildung und Soziales bin ich gern zum Sommerfest des Hortes „Zauberburg“ am 24.6.25 gegangen. Die Kinder des Hortes mit ihren Eltern und den Hortnerinnen wollten damit auch ihre Freude über die bevorstehende Sanierung kundtun. Gemeinsam haben sie alle gegen die geplante Schließung und den Abriss der Einrichtung demonstriert. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 30.04.25 mehrheitlich die Sanierung beschlossen.
Wer die Einrichtung mit seinem großzügigen Außengelände kennt, weiß dieses Kleinod zu schätzen. Es geht vor allem auch um die Nähe der Bildungseinrichtungen zum Wohnort (Schochplan) der Kinder mit ihren Familien.

         

Christine Bebber

Haushaltssperre 2025 und Haushalt 2026

 Wie Sie bereits der Presse entnehmen konnten, wird der eingeschlagene Sparkurs fortgesetzt, und das ist auch richtig so. Um wieder auf die schwarze Null zu kommen, müssen Verwaltung und Stadtrat auch unangenehme Kürzungen vornehmen, sowohl bei Ausgaben als auch bei Investitionen. Hier wird es wahrscheinlich nie einen Königsweg geben, dennoch gibt es nun aus meiner Sicht klare Prioritäten: Noch im aktuellen Jahr den Haushalt 2026 beraten, sich nicht in kleinteiligen Wunschkonzerten verlieren und dennoch zukunftsgerichtete Ausgaben und Investitionen im Rahmen des Möglichen und Machbaren zuzulassen. Sparen muss nicht Stillstand bedeuten, sondern dadurch eher an den richtigen Stellen wachsen zu können.

Fraktionsvorsitzender Thomas Picek


Fraktion Pro Dessau-Roßlau
Poststraße 6
06844 Dessau-Roßlau

Tel.:                        0340 / 850 79 29
Fax:                        0340 / 850 79 34
Mail:                       info@prodessau.de