
Technikmuseum informiert Stadträte
Das Technikmuseum „Hugo Junkers“ hatte die Stadträte unserer Stadt zu einem Vororttermin am 18.03.26 eingeladen. Das Anliegen des Vorstandes des Technik-museums war es, die gewünschte Umsetzung der Junkers Stahllamellenhalle auf das Gelände des Technikmuseums zu bekräftigen. Gleichzeitig wollte das Technikmuseum auch einen Einblick in seine ehrenamtlichen Tätigkeiten geben.
Das Technikmuseum ist ein gemeinnütziger Verein und arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich. Der Verein hat ca. 200 Mitglieder, davon ca. 45 Aktive in 12 Arbeitsgruppen. Darüber hinaus ist der Verein Arbeitgeber von 10 Angestellten im Voll- und Teilzeitbereich.
Im Jahr werden ca. 20 – 22 000 Besucher begrüßt. Bis auf drei Schließtage ist das Museum täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr im Winter und von 10.00 bis 17.00 Uhr im Sommer geöffnet.
Neben der Pflege von Partnerschaften mit der Grundschule in Klein-Kühnau und dem Berufsschul-zentrum, die beide den Ehrennamen Hugo Junkers tragen, gestaltet das Museum deren Ein- und Ausschulungsfeiern und betreut zahlreiche Schulklassen aus ganz Deutschland durch Führungsangebote im Museum. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt konnten im Monat März Studenten für Ihre Projektarbeit zur Neugestaltung des Eingangsbereichs prämiert werden. Die Vorstellungen der Studierenden sind im Museum noch für einige Zeit einzusehen.
Leider folgten der Einladung nur 8 Stadträte.
Für die anwesenden Stadträte war es eine gelungene Veranstaltung. Es wurden wichtige Aspekte der möglichen Umsetzung der Stahllamellenhalle diskutiert. Ein sachkundiger Gesprächspartner war Dr. Tom Fischer vom Netzwerk Industriekultur, der sich sehr für das Industriebaudenkmal einsetzt. Unterstützung wurde auch von Robert Hartmann, Stadtrat aus der SPD-Fraktion, zugesagt, Er hat sich für eine Umsetzung der Halle ausgesprochen. Zurzeit laufen Bestrebungen auch das Ministerium für Kultur Sachsen- Anhalt einzubeziehen.
Die Fraktion Pro Dessau-Roßlau verfolgt den Prozess der gewünschten Umsetzung der Rundbogenhalle mit Interesse. Sie hat in Erfahrung gebracht, dass die Stahllamellenhalle der Prototyp aller Rundbogenhallen ist und damit besonders das Erbe von Hugo Junkers in Dessau gewahrt wird. In der Rundbogenhalle könnten 6 Flugzeuge, die jetzt auf dem Gelände der Witterung ausgesetzt sind, untergestellt und besichtigt werden. Auch die AN2, deren Tragflächen mit Stoff bespannt sind, könnte dort ihren Platz finden.
Die Fraktion wird die Vorlage zur Umsetzung der Rundbogenhalle auf das Gelände des Technikmuseums unterstützen, da diese Halle ein bedeutendes Zeugnis der Dessauer Industriegeschichte ist und genau dort hingehört. Die Stadt sollte sich durch engagiertes Handeln auszeichnen und damit auch weltweit Anerkennung erfahren.
Christine Bebber
Was hat es mit dem INSEK 2024 auf sich?
Anfang April fand die dritte und letzte Sitzung des Fachbeirates vor der geplanten Öffentlichkeitsbeteiligung zum INSEK 2024 statt. Ich habe als Mitglied dieses Gremiums daran teilgenommen und konnte wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung von Dessau-Roßlau mitnehmen: Die Kernbotschaft ist, dass Dessau-Roßlau bis 2040 eine lebenswerte, nachhaltige und wirtschaftlich starke Stadt mit hoher Lebensqualität für mindestens 70.000 Menschen sein möchte. Damit sich unsere Stadt in diese Richtung weiterentwickeln kann, braucht es klare Ziele und einen Plan. Genau dafür gibt es das integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz INSEK.
Das INSEK bündelt die wichtigsten Themen unserer Stadt: eine starke Innenstadt in Dessau, eine aufgewertete Altstadt in Roßlau, attraktive Wohnquartiere, lebendige Ortsteile sowie zukunftsfähige Wirtschafts- und Forschungsstandorte. Es verfolgt einen strategischen Ansatz, der alles zusammendenkt – von Wohnen und Arbeiten über Bildung und Kultur bis hin zu Klima, Mobilität und Grünräumen. So entstehen nachhaltige Lösungen statt einzelner Maßnahmen. Ein besonderer Impuls wird dabei von der BUGA 2035 ausgehen, die unsere Stadt sichtbar aufwerten und neue Perspektiven eröffnen wird.
Als Mutter von vier Kindern ist mir besonders wichtig, dass unsere Stadt noch familienfreundlicher und besonders für junge Menschen interessanter wird. Familien brauchen ausreichend Wohnraum in attraktiven Quartieren in sicherer Nachbarschaft, gute Kitas und Schulen sowie Freizeitangebote direkt vor der Haustür. Junge Menschen wünschen sich ein frei zugängliches Freizeit- und Sportangebot (auch an kalten, nassen Tagen) als Treffpunkt in zentraler Lage. Eine große Chance für Dessau-Roßlau sehen wir darin, den Hochschulstandort weiter auszubauen. Eine lebendige Hochschule bringt junge Menschen in die Stadt und sorgt für neue Ideen und Dynamik. So kann es gelingen, junge Menschen in der Stadt zu halten, Rückkehr zu ermöglichen und neue Einwohner zu gewinnen.
Das INSEK verfolgt einen klaren strategischen Ansatz und verbindet all diese Themen miteinander. Es schafft eine Grundlage, um Dessau-Roßlau Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen, hat Dessau-Roßlau eine starke und positive Zukunft vor sich. Haben Sie Interesse sich an der Entwicklung Ihrer Stadt zu beteiligen, dann nutzen Sie die kommenden Bürgerforen dazu.
Dr. Gerit Grünthal
Fraktion Pro Dessau-Roßlau T: 0340 / 850 79 29
Poststraße 6 F: 0340 / 850 79 34
06844 Dessau-Roßlau M: info@prodessau.de


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