Kommt nun endlich die Gehwegsanierung der Elballee?
7 Jahre nach Sanierung der Fahrbahn der Elballee ist es nun endlich so weit: Die Sanierung zumindest einer Seite der Nebenanlagen der Elballee soll in die Wege geleitet werden.
Die Straße ist eine der stärker frequentierten Straßen im Stadtteil Ziebigk. Es befinden sich 2 Schulen, 1 Pflegeheim mit betreutem Wohnen sowie Nahversorgung im entsprechenden Bereich. Hervorzuheben ist auch die touristische Bedeutung dieser Straße für die Stadt: Sie verbindet die Weltkulturerbestätten Bauhaus/Meisterhäuser und Kornhaus und stellt einen Abschnitt des Internationalen Fernradweges R1 dar.
Die beidseitige Lindenallee an der Elballee ist ein 1,3 km langes Naturdenkmal, angelegt 1937/38. Sie besteht aus 224 Bäumen, ist äußerst straßenbildprägend und verbindet die Stadt mit der Elbe.

Leider wird der Großzügigkeit des Straßenzuges, worauf auf dem „Naturdenkmal“-Schild hingewiesen wird, gerade nicht Rechnung getragen Die Fahrbahn wurde zwar vor einigen Jahren saniert, Geh- und Radwege sowie die begleitenden Alleebäume sind aber nach wie vor in einem verheerenden Zustand.
Aufgrund einer sich verschlechternden Vitalität der geschützten Baumallee besteht akuter Handlungsbedarf. Die Baumscheiben der Alleebäume sind derzeit viel zu klein. Die Stämme füllen die Baumscheiben nahezu aus. Dadurch entsteht Wasser-, Luft- und Nährstoffmangel infolgedessen die Wurzeln der Bäume an die Oberfläche streben. Um den fortschreitenden Abgang der straßenbildprägenden, geschützten Lindenallee aufzuhalten, hat hier die Entsiegelung vom einstigen Radweg und von Teilen des Gehweges über die gesamte Länge der Straße große Bedeutung.


Die Gehwege sind stark durch die Baumwurzeln geschädigt. Die bis zu 40 cm hohen Aufwölbungen stellen Gefahrenquellen dar und sind für gehbehinderte Menschen, wenn überhaupt, nur schwerlich begehbar.
Die Planungen zur Erneuerung des Gehweges zunächst für die westliche Seite der Elballee sind nun nahezu abgeschlossen. Das Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes soll nun auch die Umsetzung ermöglichen. Geplant ist ein Baubeginn im nächsten Jahr.
Die Versiegelungen sollen möglichst klein gehalten werden. Deshalb wird es keinen neuen Radweg geben. Aufgrund der herrschenden Verkehrsdichte können Radfahrer, wie derzeit auch, die Fahrbahn nutzen. Der alte Radweg wird Grünfläche werden, ebenso angrenzende Teile des jetzigen Gehweges. Diese Grünflächen werden den Bäumen als Regenversickerungsflächen zur Verfügung stehen. Das wird hoffentlich der Vitalität der Bäume zugutekommen.
Der neue Gehweg soll dann eine Breite zwischen 1,80 bis 2 Meter haben, wurzelschonend aufgebaut werden und mit einer dünnen Asphaltdecke abschließen.
Da der Gehweg am Waldrand zwischen der Ebertallee und der Stichstraße Große Kienheide kaum genutzt wird, soll hier lediglich entsiegelt werden.
Ich freue mich, dass wir nach 7 Jahren dem Ziel nahekommen, dass an der Elballee nun auch die Gehwege saniert werden – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt der Maßnahme zu. Ein deutlich sichtbarer Missstand in dieser gut frequentierten und touristisch bedeutsamen Straße im Stadtbezirk Ziebigk könnte damit zumindest einseitig behoben werden. Und dass es dann nicht wieder 7 Jahre dauert, bis die Ostseite der Straße an der Reihe ist, werde ich mich dafür einsetzen. Hier ist das Gestaltungspotential bei weitem höher, was eine Aufwertung des Straßenzuges im Sinne „eine Stadt macht BUGA“ möglich machen könnte.

Ihre Dr. Gerit Grünthal, Fraktion Pro Dessau-Roßlau und Vorsitzende des Stadtbezirksbeirates Ziebigk/Siedlung
Fraktion Pro Dessau-Roßlau T: 0340 / 850 79 29
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